Fünf Messfehler: Wie Sie sie vermeiden

Radon-Messgeräte aufzubauen ist eigentlich kinderleicht. Die meisten Fehler passieren allerdings schon bereits bei der Auswahl von Anbietern und geeigneter Messgeräte. Wir haben für Laien die häufigsten Stolpersteine – vom Kauf bis Aufstellen – zusammengefasst und geben wertvolle Tipps, wie sie diese umgehen können.

1. Fehler: Messzeit zu kurz
Durch die vergleichsweise starken Schwankungen der Radonkonzentration in bewohnten Häusern können Unterschätzungen der tatsächlichen Radonbelastung, also vom langzeitigen Mittelwert, resultieren.
Unser Lösungsvorschlag: Messzeiten von mindestens einer Woche wählen.

2. Fehler: zu hohe Luftfeuchtigkeit
In Räumen mit einer relativen Luftfeuchtigkeit > 60% wird mit Aktivkohle-Sammlern gemessen. Das Resultat ist eine Unterschätzung der tatsächlichen Radonbelastung infolge der Anreicherung von Wassermolekülen im Porenraum der Aktivkohle. Radon kann von der Aktivkohle nicht mehr aufgenommen werrden.
Unser Lösungsvorschlag: In derartigen Räumen von Vornherein Messsysteme auf der Basis von Kernspurdetektoren verwenden. Werden dennoch Aktivkohle-Sammler verwendet, sollte parallel dazu die relative Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer ermittelt werden.

3. Fehler: ungenaues Aktivkohle-Messgerät
Es wird mit Aktivkohle-Sammlern in Räumen gemessen, in denen die Radonkonzentration zum Ende der Messzeit deutlich ansteigt bzw. deutlich abfällt. Das Ergebnis ist einerseits eine Überschätzung bzw. andererseits eine Unterschätzung des tatsächlichen Mittelwertes der Radonkonzentration während der Messzeit.
Unser Lösungsvorschlag: Können deutliche Schwankungen der Radonkonzentration im letzten Drittel der geplanten Messzeit nicht ausgeschlossen werden, sollten Messsysteme auf der Basis von Kernspurdetektoren verwendet werden.

4. Fehler: erstbeste Anbieter
Messgerät ist nicht gleich Messgerät. Ein häufiger Fehler: Es wird mit Messgeräten gemessen, die über keine gültige Kalibrierung verfügen.
Unser Lösungsvorschlag: Beauftragen Sie ausschließlich vom BfS-anerkannte Messtellen, die entsprechende Messgeräte vertreiben. Übrigens als erste deutsche Messstelle wurde Altrac bereits 2006 in die BfS-Qualitätsliste aufgenommen.

5. Fehler: keine „geeichten“ Messgeräte
Einige Laien sprechen von „Eichungen“, wenn es um die jährlich stattfindenden Vergleichsmessungen des BfS geht. Ganz unrecht haben Sie nicht. Genau genommen handelt es sich um eine Kalibierung, bei der geprüft wird, ob die Messgeräte korrekt messen.
Unser Lösungsvorschlag: Nur Messgeräte verwenden, dessen Hersteller an der jährlichen BfS- Vergleichsmessung teilgenommen hat. Viele seriöse Anbieter – wie Altrac – weisen solche Teilnahmezertifikate auf ihren Websiten aus.